Der Elternrat stellt sich vor
"Zum Wohle der Kinder und des Kindergartens"
"Der zu wählende Elternrat hat das Vertrauensverhältnis und die Zusammenarbeit zwischen Kirchenvorstand, Kindergarten und Elternschaft zu vertiefen und zu fördern. Er ist außerdem zuständig zum Wohle der Kinder und des Kindergartens, das Interesse und die Verantwortung der Erziehungsberechtigten für die Aufgaben der Erziehung zu pflegen und das Personal des Kindergartens bei der Erziehung und Bildung der Kinder zu unterstützen." (Präambel der Elternrat-Satzung)
"Zusammenarbeit - aber wie?"
Dem kann man eigentlich nichts mehr hiinzufügen. Außer der Frage nach dem Wie. Wie kann man diesen hehren Zielen genüge tun? Elternschaft, Elternrat und Kindergarten - meistens prallen unterschiedliche Kulturen aufeinander, deren Ziel doch dasselbe ist;die Erziehung und Bildung der Kindergarten- Kinder, die beste Förderung mit besten Mitteln. Elternarbeit ist ein durchaus nützliches Mittel, um Erziehung und Bildung im Kindergarten zu gestalten. Allerdings - und das ist meistens ein großes Allerdings - enden Elternarbeit und Zusammenarbeit nicht umsonst auf -arbeit. Denn das ist zweifelsfrei; Arbeit für die Eltern und Arbeit für die Erzieherinnen.
"Jeder ist aufgefordert"
Man könnte ganz plump das Fazit ziehen: Es ist doch für unsere Kinder, da sollte einem nichts zuviel sein. Das trifft den Kern der Sache nicht ganz. Natürlich kann einem das alles zuviel sein. Schließlich gibt es neben den Kindern auch die Familie, die Beziehung, den Beruf, den Haushalt und Hobbys. Jeder möchte einen Anteil an der einem zur Verfügung stehenden Zeit haben und das möglichst qualitativ hochwertig. Dem kann man nicht gerecht werden. Muss man auch nicht, aber man kann es durchaus ab und an mal versuchen. Mitglied im Elternrat zu sein, heißt nicht, alles allein zu schultern, sondern die anstehenden Aufgaben zu verteilen, Eltern einbeziehen und damit den Versuch starten, die Zusammenarbeit und das Vertrauensverhältnis zu fördern. So wie es die Präambel einfordert. Auch die Eltern, die nicht im Elternrat sind, können Ideen einbringen und mitarbeiten. Das der Elternschaft zu vermitteln, ist nicht nur Job der Erzieherinnen, sondern auch des Elternrates. Alles in allem hängt des Maß der Aktivitäten von dem Engagement aller Beteiligten ab. Und wie man das erreicht, führt uns direkt zum Anfang. Wie? Echte Zusammenarbeit fußt auf gleichberechtigter Stellung und Augenhöhe. Das umzusetzen muss jeder für sich bereit sein.
Gemeinsam erfahren - zusammen arbeiten
"Auf den ersten Blick sieht alles ziemlich einfach aus. Menschen treten einander gegenüber, die sich einfach nur mit Respekt begegnen, einander wertschätzen müssten und offen miteinander umgehen sollten. Leider ist das leben komplizierter. Respekt, Wertschätzung und Offenheit werden in vielen Publikationen als Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Eltern genannt. Hier fehlen sie, weil ich sie nicht als Voraussetzungen ansehe. Respekt, Wertschätzung und Offenheit sind Ergebnisse von Erfahrungen. Daher sind sie bestenfalls Zwischenziele auf dem Weg zur Zusammenarbeit, wenn nicht gar erst die Indikatoren ihres Erfolgs". (R. Prott und A. Hautumm 12 Prinzipien für eine erfolgreichen Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Eltern, Verlag des netz, Berlin,2004)


